Hilda Schieberl

Geboren 1949 in München

Vor circa acht Jahren begann ich mit Eierschalen zu arbeiten. Naturmaterialien stehen im Mittelpunkt meiner Bild-Objektkunst. Was aus der Natur kommt, ist für mich der kostbarste Rohstoff überhaupt, der nicht einfach vernichtet werden darf.

Die Eierschalen haben eine Schutzfunktion. So, wie das Ei von der Schale beschützt wird, möchte ich die von mir verklebten Objekte vor dem Vergehen und Vergessen bewahren. Die dabei verfremdeten Bildmotive sind nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion benutzbar und sollen stattdessen künstlerisch „auferstehen“. Thematisch werden alltägliche Dinge und Tätigkeiten - wie z.B. Fisch, Ei und Essen - in ihrer ursprünglich auch religiösen Symbolik gesehen.

Bei meinen aktuellen Arbeiten gestalte ich Silhouetten aus Natur- und Kunstmaterialien, die den Menschen in Bezug zur Natur- und zur Selbstzerstörung zeigen. Dabei entwickeln die Materialoberflächen eine ästhetische Wirkung, die den zerstörerischen Inhalt überdeckt.

Neben den künstlerischen Arbeiten experimentiere ich auch mit Eierschalen als Oberflächendesign für Musikinstrumente und Möbel.